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Bevor ich 2005 den Radsport für mich entdeckt habe, war ich als Läuferin aktiv. Durch eine Einladung des Olympia Stützpunktes Freiburg, bekam ich 1997 erstmals Kontakt zur Leichtathletik und begann auch bald einige Wettkämpfe für den USC Freiburg zu bestreiten. Schnell stellte sich heraus, dass mir die Laufdisziplin, insbesondere die Langstrecke, am meisten liegt und ich konnte mehrere Siege und vordere Platzierungen bei Cross- und Straßenläufen verbuchen. Im Jahr 2003 musste unser Trainer seine Tätigkeit aus beruflichen Gründen aufgeben und unsere Trainingsgruppe löste sich immer mehr auf. Im darauffolgenden Sommer bekam ich Kontakt zu Triathleten, saß dabei erstmals auf einem geliehenen Rad und bestritt einige wenige Triathlon/Duathlon Wettbewerbe, unter anderem die deutschen Duathlon Meisterschaften.
Das Radfahren begeisterte mich immer mehr, so dass ich 2005 im Trikot des RVC Reute die ersten Rennen gefahren bin. Ich konnte dabei von meinen konditionellen Fähigkeiten vom Laufen profitieren, allerdings hatte ich noch große Defizite im taktischen und vor allem technischen Bereich und beim Durchsetzen in sehr großen Fahrerfeldern, was auch heute noch zu meinen größten Schwächen auf dem Rad zählt. Bereits im folgenden Jahr bekam ich vom Bundesliga Team Stuttgart die Möglichkeit als Gastfahrerin bei internationale Rennen zu starten und 2007 meinen ersten festen Vertrag bei diesem Team. In diesem Jahr hatte ich auch meinen ersten und vorerst letzten Kontakt mit einem MTB, da ich damit auf Glatteis gestürzt war, die Knieschiebe angebrochen hatte und für die nächste Zeit nichts mehr mit Schnee und Biken zu tun haben wollte!
2008-2010 startete ich für das Bundesliga Team Rothaus – Vita Classica, wodurch ich die Vorteile eines regionalen Teams, mit dem engen Kontakt zu einigen Teamkolleginnen, zu schätzen gelernt habe. Während dieser Zeit konnte ich unter anderem durch den regelmäßigen Start bei Bundesliga Rennen und internationalen Rundfahrten in Tschechien, Polen und Frankreich einiges an Erfahrung und Tempohärte sammeln. Leider waren diese Erfahrungen nicht immer positiv. Eine erfolgreich verlaufende Saison 2008 endete abrupt durch einen schweren Sturz, bei dem ich mir das gesamte Handgelenk zertrümmerte. Für mehr als 3 Monate durfte ich nicht aufs Rad steigen, was zu diesem Zeitpunkt aber eher nebensächlich war. Vielmehr stellte sich die Frage, ob ich damit jemals meinen Beruf als Physiotherapeutin ausüben und mein Examen, was im Herbst 2008 anstand, absolvieren kann. Glücklicherweise verlief das Examen, sowie der Einstieg ins Berufsleben dennoch sehr erfolgreich. Während dieser Zeit habe ich aber auch gemerkt, wie sehr mir der Sport fehlt, auch wenn es in den darauffolgenden 2 Jahren nicht immer ganz so leicht war, den Spagat zwischen Job, meinem berufsbegleitenden Sportphysiotherapie Studium und dem Radsport auf recht hohem Niveau zu schaffen. Andererseits ist der Sport für mich auch der ideale Ausgleich, um den Kopf von der Arbeit, dem Lernen und anderen Dingen frei zu bekommen. Daneben hat der Radsport es mir ermöglicht, einige ganz besondere Menschen kennenzulernen.
Während der Saison 2010 habe ich neben den Straßenrennen meine ersten Bike Rennen als Gastfahrerin für das Team Rothaus – Cube absolviert. Eigentlich sollte das MTB für mich nur ein Trainingsmittel sein, aber durch die Starts bei den Marathons merkte ich schnell, dass mir diese Art der Belastung sehr liegt und dass ich vor allem sehr viel Spaß dabei habe. Mit den ständigen Positionskämpfen bei den Rennradrennen, die leider oft rennentscheidend sind, kam ich seit meinem Sturz einfach nicht mehr so gut zurecht und ich war auch nicht mehr bereit so viel zu riskieren, wodurch ich mein Potential nicht voll ausschöpfen konnte. Neben den Marathon Rennen, ist es vor allem das abwechslungsreiche Training im Gelände, abseits von dem Verkehr, was mich dazu bewogen hat, mich 2011 komplett auf die Bike Rennen zu konzentrieren. Ich freue mich sehr, nächste Saison für und mit dem Team Wheeler-IXS am Start zu stehen (danke Steffi, danke Klaus).
Ziele 2011: neben der Herausforderung in einem neuen Job und dem Schreiben meiner Masterarbeit, möchte ich meine Technik auf dem MTB verbessern, erfolgreich bei Marathon Rennen teilnehmen (Ziel: Podiumsplätze und Top 10 DM Marathon) und vor allem den Spaß am Biken beibehalten!
Sarah Zimmerlin
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