Das WHEELER-iXS Team reiste mit Valentin Fiderer, Pascal Ketterer, Björn Herrmann, Felix Günter und dem Nachwuchsfahrer Timo Reith nach Münsingen an. Die Fahrer gingen jedoch nicht mit freiem Kopf an den Start: Herrmann und Günter stecken mitten im Abitur. Zwei Prüfungen sind schon geschafft, zwei stehen nächste Woche noch an. Pascal Ketterer hatte an der Uni diese Woche noch drei Prüfungen, Valentin Fiderer hatte sich vom privaten Kraft- Ausdauer Trainingslager am Gardasee noch nicht vollständig erholt.

Timo Reith ging bereits am Samstag in der U17 Klasse an den Start, hatte am Start aber Sturzpech, was ihn auf der kurzen Renndistanz von lediglich zwei Runden alle Möglichkeiten raubte. Er kam mit einem Rückstand von 5:53min auf den Sieger Panhuyzen Kevin aus Belgien (27:05min) auf dem 55. Rang ins Ziel.



Bundesliga Sprint

Im Sprint gingen Valentin Fiderer und Pascal Ketterer mit eher geringeren Erwartungen an den Start. Beide hatten noch keine Spitzenbelastungen im Trainings eingebaut, Ketterer sitz nach seiner 5-wöchigen Verletzungspause erst wieder seit 2,5 Wochen auf dem Rad. Dennoch konnte er sich überraschend als 28. des Prologs für das Viertelfinale qualifizieren. Fiderer war weniger als eine halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege und schied als 35. aus.

Im Viertelfinale war Ketterer in einem hochwertigen Heat, u.a. mit Martin Fanger (ehem. U19 Vizeweltmeister), Marco Schätzing (Sprint Gesamt- Zweiter 2009) und Markus Kaufmann (Sprint Gesamt- Sieger 2009). Er ließ sich aber von der starken Konkurrenz nicht einschüchtern und setzte sich nach einem super Start an die Spitze des Heats. Er führte dieses die erste Runde an, wurde aber in der zweiten Runde von Kaufmann und Schätzing auf der langen Startgeraden überholt. „Das hatte ich schon erwartet, ich habe nach der kurzen Zeit auf dem Bike noch nicht die Kraft und die Tempohärte bei den Favoriten mitzufahren. Ich bin mit meiner Leistung aber super zufrieden.“ Dann kam aber das unerwartete: auf der Zielgerade versuchte Martin Fanger, der nochmal zu Ketterer aufgefahren war, an einer unmöglichen Stelle zu aggressiv zu überholen und brachte beide damit zum Sturz. Fanger konnte sofort unverletzt wieder aufstehen, Ketterer blieb reglos liegen. Zuerst wurde auf Grund extremer Schwellungen am rechten Unterarm einen Bruch vermutet, bei der ärztlichen Untersuchung im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte glücklicherweise nur eine starke Prellung. Er zog sich außerdem mehrere Blutergüsse und Schürfwunden zu.
Den Sprint gewann zum dritten mal hintereinander der Schweizer Ralf Näf vor Landsmann Lukas Kaufmann. Bester Deutscher war Martin Gluth (Team Bulls) auf Rang 3.

XC Bundesliga U23

Nach dem Schock bei Sprint am Samstag konnte Pascal Ketterer nach intensiver Behandlung der Team- Physiotherapeutin Julia Hegar am Sonntag an den Start. Die Sturzfolgen machten jedoch größere Probleme und Schmerzen, sodass Ketterer das Rennen nach der 5. Runde vorzeitig beenden musste. „Ich habe jeden einzelnen Schlag auf dem Kurs schmerzlich wahrgenommen, jedoch versucht so lange wie möglich zu fahren. Aber in der zweitletzten Runde wurden die Schmerzen einfach zu groß.“ Nach einem guten Start konnte er sich mit Teamkollege Valentin Fiderer zwischen dem 30. und 40. Rang in dem mit 130 Fahrern aus 7 Nationen stark besetzten Feld festsetzen. Fiderer verlor in der letzten Runde noch zehn Plätze und kam auf dem 45. Rang ins Ziel. Zufrieden war er mit dem Ergebnis noch nicht, zeigte aber in seinem erst zweiten Wettkampf der Saison dass sein Saisonvorbereitungstraining immer besser anschlägt.

Björn Herrmann und Felix Günter mussten aus der letzten Startreihe ins Rennen gehen. Beide konnten sich im Rennverlauf gut nach vorne arbeiten. Felix kam auf dem 67. Rang ins Ziel (+16:07min). Herrmann empfahl sich mit dem 55. Rang (+11:11sec) und sehr konstanten Rundenzeiten beim Landestrainer Thomas Schediwie und bekam direkt nach dem Wettkampf eine persönliche Einladung zum nächsten Lehrgang des Kaders.

Sieger des Rennens wurde Marcus Bauer, Lexware Racing Team (1:30:20) vor Marting Fanger, Giant Swiss Team (+1sec) und Jelma Jubbega aus den Niederlanden, Rabobank Giant Offroad Team (+46sec). Unter den ersten 20 Platzierten waren 13 Ausländer.


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